Erweiterte Haftungsbestimmungen für Unternehmen der Bauwirtschaft ab 01.07.2011

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Zur Vermeidung von Betrugsaktivitäten im Baubereich wird die Auftraggeberhaftung auch auf die Lohnabgaben (Lohnsteuer, Dienstgeberbeitrag und Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag) des Auftragnehmers ausgedehnt.

 

Der Auftraggeber haftet im Zuge dieser Bestimmungen für maximal 5% des geleisteten Werklohnes.

 

Eine Haftungsfreistellung kann in Hinkunft nur erlangt werden wenn entweder

 

  • 25% des Werklohnes (20% Versicherungsbeiträge und 5% Lohnabgaben) an das DLZ-AGH (Dienstleitungszentrum-Auftraggeberhaftung) überwiesen wird oder
  • das leistende Unternehmen in der HFU-Liste (Liste der haftungsfreistgestellten Unternehmer) eingetragen ist.

 

Für UnternehmerInnen die Bauleistungen erbringen ist es jedenfalls empfehlenswert, die Eintragung in die Liste der haftungsfreistellenden Unternehmer (HFU-Liste) zu beantragen, da anderenfalls mit der Einbehaltung von maximal 25% des Werklohnes durch den Auftraggeber zu rechnen ist.

 

 

 

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