Ausstellung von Dienstzetteln

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Laut den geltenden Bestimmungen hat der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer unverzüglich nach Beginn des Arbeitsverhältnisses einen Dienstzettel auszustellen.

 

Diese Verpflichtung trifft auch für freie Dienstnehmer (im Sinne des § 4 Abs. 4 ASVG) zu, sofern ihre Beschäftigung länger als einen Monat dauert.

 

Die Ausstellung kann entfallen, wenn ein schriftlicher Vertrag über das Beschäftigungsverhältnis abgeschlossen wurde, der alle erforderlichen Angaben beinhaltet oder wenn das Beschäftigungsverhältnis höchstens einen Monat dauert.

 

Arbeitsverträge mit Lehrlingen verlangen immer die schriftliche Form. Der Lehrvertrag muss zudem von einem gesetzlichen Vertreter bzw. einer gesetzlichen Vertreterin des Lehrlings unterzeichnet werden.

 

Schriftliche Arbeitsverträge oder Dienstzettel sind gebührenfrei. 

 

Erforderliche Angaben:

 

  • Name und Anschrift des Dienstgebers
  • Name und Anschrift des (freien) Dienstnehmers
  • Beginn des (freien) Dienstverhältnisses
  • bei (freien) Dienstverhältnissen auf bestimmte Zeit das Ende des Arbeitsverhältnisses
  • Dauer der Kündigungsfrist, Kündigungstermin
  • gewöhnlicher Arbeitsort, allenfalls Hinweis auf wechselnde Arbeitsorte
  • vorgesehene Tätigkeit (Verwendung)
  • Entgelt
  • Fälligkeit des Entgelts
  • Ausmaß des jährlichen Urlaubs
  • Vereinbarte tägliche/wöchentliche Normalarbeitszeit
  • Bezeichnung des allenfalls anzuwendenden Kollektivvertrags bzw. der allenfalls anzuwendenden Betriebsvereinbarungen und Hinweis auf den Raum im Betrieb, in dem diese zur Einsichtnahme aufliegen
  • Name und Anschrift der betrieblichen Vorsorgekasse bzw. der Bauarbeiter Urlaubs- und Abfertigungskasse des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin

 

 

 

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