Absetzbarkeit von Strafen  - Neuregelung ab 08/2011

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Durch das Abgabenänderungsgestz 2011 erfolgt eine strengere Beurteilung der Absetzbarkeit von Strafen.

 

Die bisherige Handhabung, Fehlverhalten das in den Rahmen der normalen Betriebsführung fällt (z.B. Parken in zweiter Spur) zu tolerieren ist somit Geschichte.

 

 

Wie schon bisher bleiben folgende Strafen nicht abzugsfähig:

 

  • Geld- und Sachzuwendungen, deren Gewährung/Annahme mit gerichtlicher Strafe bedroht ist
  • Verbandsgeldbußen

 

Neu durch das Abgabenänderungsgesetz 2011 kommen dazu:

 

  • Strafen und Geldbußen die von Gerichten, Verwaltungsbehörden oder EU-Organen verhängt werden.
  • Diversion (Tatausgleich)

 

 

Zu Beachten ist, dass auch die Nebenkosten der Strafen (z.B. Anwaltskosten) im Falle eines Schuldspruches steuerlich nicht absetzbar sind! Bei einem Freispruch bleiben die Kosten absetzbar.

 

Strafen des Dienstnehmers, die er im Rahmen seiner dienstlichen Obliegenheiten verursacht, sind für den Arbeitgeber der sie trägt Betriebsausgabe. Beim Arbeitnehmer liegt allerdings im Umfang der Strafe steuerpflichtiger Arbeitslohn vor!

 

 

 

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